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Obwohl es in ganz Deutschland zahlreiche Tattoo-Studios gibt, handelt es sich beim Job des Tätowierers dennoch nicht um einen Ausbildungsberuf. Das heißt, es ist kein staatlich anerkanntes Berufsbild. Das hat aber nur wenig damit zu tun, dass es heute dennoch etliche Tätowierer gibt. Es fällt lediglich die klassische Ausbildung, also über ein duales System im Lehrbetrieb sowie der Berufsschule, weg. Stattdessen musst Du einen anderen Weg einschlagen, um selbst als Tätowierer arbeiten zu können.

Die Voraussetzungen für den Beruf

Um Tätowierer zu werden, musst Du einige Voraussetzungen erfüllen. Am wichtigsten ist, dass Du künstlerisch begabt bist. Immerhin musst Du später die unterschiedlichsten Motive unter die Haut bringen, welche direkt beim ersten Stechen perfekt aussehen müssen. Du kannst nämlich nicht eine misslungene Linie einfach wegwischen und von vorne beginnen. Bedenke dabei immer, dass die Haut nicht mit einem Stück Papier vergleichbar ist. Selbst, wenn Du ein hervorragender Künstler mit Stift und Papier bist, heißt das noch lange nicht, dass Du auch so gut beim Tätowieren bist. Von daher ist der erste Schritt in Richtung Tätowierer: Lernen.

Das autodidaktische Lernen steht am Anfang

Zunächst musst Du Dir also die Grundfertigkeiten aneignen, denn ansonsten lässt Dich niemand an seine Haut. Das Zauberwort lautet“autodidaktisches Lernen“, also das selbstständige Lernen. Du musst jeden Tag üben und besser werden, zunächst nur beim Zeichnen und Malen. Erst danach kannst Du auf Menschen „üben“. Dafür suchst Du Dir am besten ein passendes Studio, denn nun folgt die Lehrzeit. Natürlich handelt es sich nicht um die klassische Lehre, denn wie bereits erwähnt, ist der Job des Tätowierers kein Ausbildungsberuf. Dennoch nehmen die meisten Studios verheißungsvolle Kandidaten für drei Jahre in die „Lehre“. Informiere Dich aber vorher darüber, ob auch eine Vergütung winkt. Ansonsten lernst Du hier alles, was Du zum Beruf des Tätowierers wissen musst. Nach einer Weile darfst Du auch Dein erstes Tattoo auf einem echten Menschen stechen. Ob Du dafür bereit bist, entscheidet der Profi.

Eine andere Lösung

Die Ausbildung in einem Tattoo-Studio ist lediglich eine Möglichkeit, denn Du kannst auch Kenntnisse über Lehrgänge erwerben. Es gibt diverse private Bildungseinrichtungen, welche auch Ausbildungsgänge für Tätowierer anbieten. Je nach Angebot dauert der Lehrgang zwischen einigen Tagen bis Wochen. Natürlich sind solche Lehrgänge nicht umsonst. Allerdings sollte es Dir bewusst sein, dass es sich dabei eher um Schulungen oder ein Training handelt, statt einer richtigen Ausbildung. Solche sind eine große Seltenheit. Insofern ist es am besten, wenn Du mit einer Mischung aus autodidaktischem Lernen, der Praxis sowie einem Lehrgang langsam Deinen Weg in den Beruf des Tätowierers findest. Es wird seine Zeit brauchen, doch dann wirst Du ein erfahrener Tätowierer sein und kannst endlich andere glücklich machen.