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Entzündete Tattoos – wenn die Kunst Probleme macht

Wenn du zum Tätowierer gehst, ist die Vorfreude meistens groß – immerhin soll auf deiner Haut schon bald ein neues Kunstwerk entstehen, dass dir etwas bedeutet oder dich ausmacht. Umso ärgerlicher ist ein entzündetes Tattoo. Ein entzündetes Tattoo entsteht in aller Regel kurz nach dem Stechen oder im Zuge des Heilungsprozesses. Hier solltest du bei der Nachpflege besonders viel Wert auf Hygiene und die Verwendung geeigneter Pflegemittel legen.

Wir erklären dir, wie es dazu kommen kann, dass sich Tattoos entzünden und wie du das am besten vermeiden kannst.

Was ist ein entzündetes Tattoo und wie entsteht es?

Um zu verstehen, was ein entzündetes Tattoo ist oder wie es überhaupt entstehen kann, ist es uns wichtig zu verdeutlichen, dass ein Tattoo eine Verletzung ist. Zwar entsteht auf bzw. unter deiner Haut ein Kunstwerk, dennoch wird deine Haut im Zuge des Tätowierens verletzt und auch dein Körper reagiert auf den Prozess wie bei einer Verletzung. Es werden sowohl Stress- als auch Glückshormone ausgeschüttet, die dein Schmerzempfinden beeinflussen – allen voran Adrenalin. Und wenn für dich das Hauptevent vorbei ist und du dein neues Tattoo im Spiegel bewunderst, geht für deinen Körper der wirkliche Teil der Arbeit erst los. Er muss nun dafür sorgen, dass die Verletzung heilt und noch viel wichtiger – dass keine schädlichen und/oder gefährlichen Erreger in deinen Körper eindringen können.

Womit wir beim Thema wären – entzündete Tattoos sind also ganz einfach gesagt die Reaktion deines Körpers darauf, dass Erreger oder andere Verunreinigungen in die frische Wunde eingedrungen sind. Dein Körper versucht diese zu bekämpfen, daher erscheinen Teile deines Tattoos beispielsweise gerötet oder auch warm. Auch Juckreiz ist bei entzündeten Tattoos normal. Hier muss erwähnt werden, dass du bitte sowohl in solchen Fällen als auch während des restlichen Heilungsprozesses unbedingt aufs Kratzen verzichten solltest, um deinem Tattoo nicht zu schaden und nicht noch mehr Erreger in die frische Wunde zu tragen.

Sonne, Bakterien, Schmutz – das sind die Ursachen für ein entzündetes Tattoo<

Die Ursachen für Tattoo-Entzündungen – egal für welchen Tattoo-Style – sind vielfältig. Es ist wichtig, dass du dich mit ihnen auskennst, um nach deinem Tattootermin mit einer professionellen Nachsorge dafür zu sorgen, dass dein neues Kunstwerk dir statt Problemen nur Freude macht. Zu den gängigsten Ursachen für entzündete Tattoos zählen vor allem Folgende:

  • Infektion: Erreger und Bakterien stellen eine Bedrohung für eine frische Wunde und damit deinen Organismus dar. Entzündete Tattoos entstehen oftmals durch mangelnde Nachpflege oder unsauberes Equipment seitens des Tätowierers. Bitte achte immer auf die Hygienestandards eines Tattoostudios, ehe du dich entscheidest, dir in einem solchen ein Tattoo stechen zu lassen. Vermeide es auch unbedingt ein frisches Tattoo mit ungewaschenen Händen anzufassen.
  • Allergische Reaktionen: Entzündete Tattoos können ebenfalls durch eine allergische Reaktion entstehen. Eine solche wird meist von farbigen Tinten ausgelöst und kann auch Jahre nach dem Tattoo erst sichtbar werden.
  • Reizung durch Nachsorgeprodukte: Um entzündete Tattoos zu vermeiden, solltest du bei der Nachsorge immer auf parfümierte Seifen oder Parfüms verzichten. Panthenol und medizinische Seifen sind hier oftmals sichere Varianten, um die geschundene Haut zu beruhigen und den Heilprozess zu unterstützen.
  • Unzureichende Nachsorge: Trockene Haut sollte sowohl vor dem Stechen als auch nach dem Stechen vermieden werden. Entzündete Tattoos entstehen unter anderem durch kleine Risse in der Hautbarriere, die ebenfalls eine Einladung für allerhand Bakterien darstellen.
  • Mechanische Reizung: Reiben, Kratzen, Stoßen und auch Schlagen – bitte vermeide jegliche Art von mechanischer Reizung. Tattoos sollten nach dem Duschen maximal abgetupft werden und auch die Stoffe deiner Kleider sollten weich sein, um die heilende Haut nicht zu reizen und das „Einreiben“ von Flusen und Fusseln zu vermeiden.
  • Sonnenexposition: Wenn du einen Tattootermin planst, dann nicht im selben Atemzug wie den nächsten Mallorca-Urlaub oder einen Besuch im Solarium. Intensive Sonnenexposition ist einer der Hauptgründe für entzündete Tattoos.

Dein Tattoo ist entzündet? Was nun zu tun ist!

Jetzt, da du weißt, was es alles zu beachten oder zu vermeiden gilt, wollen wir noch ein letztes Thema ansprechen: Was ist zu tun bei entzündeten Tattoos? Als Erstes solltest du immer auf die Nachpflegehinweise deines Tätowierers hören. Ein professioneller Tätowierer, wie die aus unserem Tattoo Studio bei Frankfurt, wissen, welche Nachpflege für Ihre Werke die beste ist.

Für besonders schwer entzündete Tattoos suche bitte umgehend einen Arzt auf. Der Tätowierer wird dir in solchen Fällen nicht weiterhelfen können. Ein Arzt kann hingegen die Schwere der Entzündung feststellen und dir zuverlässig weiterhelfen.

Dein Tattoo ist entzündet und du möchtest wissen, welche Salbe sich für die Nachbehandlung eignet? Bei leichten Entzündungen können kortisonhaltige Cremes und Tabletten bereits Linderung verschaffen. Bei schwerwiegenden Fällen kommt hingegen ein Antibiotikum zum Einsatz.

Um entzündete Tattoos zu vermeiden, mache niemals Abstriche bei der Hygiene. Hier geht es um deine Gesundheit und an diesem Punkt solltest du keine Kompromisse eingehen – egal, wie sehr du deinen Tattoo-Wunsch verwirklichen willst.

In jedem Fall solltest du bei entzündeten Tattoos Ruhe bewahren, weitere Reizungen vermeiden und einen Arzt aufsuchen, um dich abzusichern. Ist die Entzündung abgeklungen, kann danach geschaut werden, ob die Qualität des Tattoos darunter gelitten hat und gegebenenfalls – mit etwas zeitlichem Abstand – Nachbesserungen vorgenommen werden sollten.

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