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Gesichtstattoos – zwischen Expression und Stigmata

Tattoos sind eine Möglichkeit, sich auszudrücken. Sie sind getragene Kunst, Erinnerungen und manchmal auch ein Zeichen der Verbundenheit. Die Renaissance und Entstigmatisierung der Tattooszene hat in den letzten Jahren immer weiter Fahrt aufgenommen und inzwischen sind Tattoos gesellschaftlich nicht mehr so geächtet wie noch vor einigen Jahren.

Ein umstrittenes Thema bleiben jedoch Gesichtstattoos. Ähnlich wie Handtattoos zählen Sie zu den heiß diskutierten Fällen von „Muss das sein?“. Was du unbedingt beachten solltest, bevor du losziehst, um dir ein Gesichtstattoo stechen zu lassen, das verraten wir dir.

Tattoos im Gesicht – wieso sind sie so umstritten?

Zunächst einmal sind Gesichtstattoos keine Erfindung des woken, veganen und politisch korrekten Jahrhunderts – es gibt sie schon so lange wie sämtliche andere Tattoos. In verschiedenen Kulturkreisen, wie beispielsweise denen der indigenen Völker des polynesischen Dreiecks, findet man Maori-Tattoos schon lange auch im Gesicht. Wo liegt also das Problem?

Tattoos im Allgemeinen waren lange gesellschaftlichen Stigmata unterworfen. So wurden tätowierte Menschen als kriminell oder auch gewalttätig eingestuft. Gerade Tattoos im Gesicht oder an den Händen waren oftmals bei Exsträflingen zu finden, die daraufhin gesellschaftlich geächtet wurden. In wieder anderen Kulturkreisen, wie beispielsweise Japan, galten Tattoos lange Zeit als Indikator für die Anhängerschaft der Yakuza. Kurzum also: Tattoos – ob im Gesicht oder anderswo – waren nicht so gerne gesehen.

Auch heute sind in manchen Branchen Tattoos immer noch verschrien und werden kritisch beäugt, wenn sie nicht verdeckbar sind. Sie gelten als unprofessionell, unseriös und unzuverlässig – na, da will man mit seinem gebrochenen Fuß auch nicht behandelt werden – klar.

Und auch wenn wir als Tätowierer beobachten, dass sich das Blatt langsam wendet, sind Gesichtstattoos doch noch einmal ein Thema für sich.

Warum sind Gesichtstattoos so besonders?

Gesichtstattoos besitzen auch unter Tätowierern und tätowierten Menschen eine Sonderstellung. Wenn dein Wunsch ein Gesichtstattoo ist, werden wir als dein Tattoo Studio bei Frankfurt dich im Beratungsgespräch auch auf diese hinweisen.

Das Gesicht ist in der Regel das erste, was viele Menschen an einem anderen wahrnehmen – hier vor allem die Augenpartie. Es ist ein natürlicher Instinkt, denn so mussten vor geraumen Zeiten einmal Feinde und Freunde differenziert werden. Nun sind wir alle keine Affen mehr und haben uns weiterentwickelt, können also theoretisch über das Aussehen hinwegsehen und andere Menschen trotzdem kennenlernen, aber dennoch bleibt dein Gesicht deine Visitenkarte.

Gesichtstattoos können das Aussehen deines Gesichtes schwerwiegend verändern, dessen musst du dir absolut bewusst sein – und wir sprechen hier jetzt nicht von permanent Make-up wie Sommersprossen, sondern vielmehr von richtigen Motiven. Du musst gegebenenfalls auch damit rechnen, dass Fremde sich dir gegenüber anders verhalten und, dass Arbeitgeber sowie zukünftige Chefs vielleicht nicht unbedingt ein Fan deiner Körperkunst sind. Dadurch, dass der Dienstleistungssektor der umfangreichste am Arbeitsmarkt ist, sind du und dein Äußeres immer auch repräsentativ für das Unternehmen. Arbeitgeber wollen hier meistens Menschen mit einem klaren und sauberen Erscheinungsbild und nichts, was auch nur eventuell Aufruhr erregen könnte.

Da die Zielgruppen vieler Unternehmen etwas älter sind und gerade jüngere Menschen aber die Absolution der Tattoos vorantreiben, entsteht hier natürlich ein Problem – du verstehst sicher, was wir meinen. Gesichtstattoos sollten also immer ein gut überlegter Schritt sein.

Gesichtstattoos – das solltest du beachten

Sagen wir mal du bist fest entschlossen und willst dein Gesichtstattoo unbedingt in die Tat umsetzen, dann solltest du dir lang und intensiv Gedanken machen. Wir geben dir hier mal ein paar Denkanstöße:

  • Placing: Das Placement oder Placing ist essenziell. Viele wählen einen Zwischenweg, indem sie sich seitlich am Kopf zum Übergang des Ohres tätowieren oder unter dem Kinn starten und das Design über den Hals auslaufen lassen. Andere wollen lieber ein Design auf der Stirn oder unten den Augen. Das Placing ist wie gesagt unheimlich wichtig und entscheidet im Gesicht auch über den Tattoo-Style, denn auf solch beengtem Raum eignet sich nicht jeder Stil.
  • Hautbeschaffenheit: Die Haut im Gesicht ist um einiges sensibler als an anderen Körperstellen. Allein 50 der ca. 650 Muskeln des menschlichen Körpers verlaufen im Gesicht und auch an Nerven mangelt es hier nicht. Die Prozedur kann bei Gesichtstattoos also recht schmerzhaft sein. Des Weiteren ist die Nachpflege hier das A und O. Das Gesicht ist ein Teil unseres Körpers, der den Umwelteinflüssen den ganzen Tag ausgesetzt ist, daher ist eine gute Reinigung und Pflege unerlässlich.
  • Heilung: Die Heilung von Gesichtstattoos kann dauern. Sei dir darüber bewusst, dass dein Gesicht anschwellen kann und natürlich auch gerötet ist. Vermeide es unbedingt, dein Gesicht ständig anzufassen, denn Tattoo-Pflege mit der Second Skin ist in diesen Bereichen nicht möglich. Dein Tätowierer kann dir genaue Instruktionen zu einer bestmöglichen Pflege geben.

Ein Statement das bleibt – Gesichtstattoos

Gesichtstattoos sind ein Statement – ein sehr aussagekräftiges mitunter. Sei dir im Vorfeld darüber bewusst, dass du vielleicht komische Blicke ernten wirst, und lege viel Wert auf die Qualität und die Hygienestandards des Studios deiner Wahl. Eine Tattoosünde am Körper kann man verstecken – vielleicht auch irgendwann mit einem Cover-Up Tattoo ausbessern – aber im Gesicht funktioniert das nicht. Gesichtstattoos sind also ein Schritt, der dein Leben mehr als andere Tattoos beeinflussen kann und das solltest du bei deiner Entscheidung nicht vergessen.

Wenn du eine Beratung brauchst oder wissen willst, ob deine Idee überhaupt umsetzbar ist, dann kontaktiere uns gerne und wir beraten dich fachkundig in all deinen Anliegen.

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